Archive for the ‘IT-Sicherheit’ Category

Google Chrome Einsatz in der Firma - was spricht dagegen

Donnerstag, September 4th, 2008

Über Googles neuen Browser ist in den letzten Tagen viel geschrieben worden. Ich möchte das hier nicht alles noch einmal durchkauen, sondern lediglich auf ein paar Punkte aufmerksam machen, die gegen den Einsatz dieses Browsers im professionellen Umfeld sprechen:

  • Sie können Chrome nicht wirklich herunterladen. Google schickt Ihnen lediglich einen kleinen Installer, der den Rest während der Installation nachlädt. Woher und wohin? Das ist nicht dokumentiert.
  • Chrome ist derzeit Beta-Software, kommt also ohnehin nur auf Testmaschinen in Frage.
  • Der Abschnitt 11 des EULA liest sich wie eine Horrorgeschichte. Orwell, ich höre Dich trampeln.
  • Die Installation erfolgt nicht im Programmpfad sondern im Benutzerprofil. Dieses Verhalten lässt sich derzeit in keiner Weise beeinflussen. Und das hat zur Folge, dass
    • bei 10 Benutzern 10 mal installiert werden muss,
    • dem Administrator die Kontrolle über die installierte Software entzogen wird und
    • bei Einsatz von Software Restriction Policies, die das Ausführen von Software nur aus dem Standard-Programmverzeichnis erlauben, Google Chrome nicht gestartet werden kann.

Ralph Lehmann * IT-Service

Browser aktualisieren (censored)*

Freitag, Juli 18th, 2008

Sie habe einen Computer, wo so ein angebissener Apfel* aufgedruckt ist? Sie wollen den Feuerfuchs* als Browser verwenden? Und das funktioniert sogar, allerdings lässt sich der FF-Browser* nicht auf dem bequemen Weg aktualisieren, den Sie von anderen Betriebsystemen gewohnt sind - nämlich über [Hilfe/FF-Browser* aktualisieren]? Die Lösung finden Sie weiter unten …

Zuerst jedoch liefere ich Ihnen die Erklärung, warum mein Schreibstil heute an einen besoffenen Kiffer erinnert: Die Nennung des Namens des Computers mit dem angebissenen Apfel drauf sowie des darauf gewöhnlich laufenden Betriebsystems ist für Blogger und Betreiber von Websites nicht wirklich ungefährlich. Stichwort:Urheberrecht. Schon einige Abmahnungen wurden an Blogger und Website-Betreiber versandt, und ich reiße mich nicht darum, der nächste Adressat zu sein.

Wie auch immer, falls Sie einen Computer besitzen, wo der besagte angebissene Apfel aufgedruckt ist und noch mit der Software arbeiten, die gewöhnlich als Version 10.4 (getigert) bezeichnet wird, müssen Sie auf den bequemen Weg der Aktualisierung des FF-Browsers* (die Software ist zwar frei verfügbar, allerdings lesen sich die Markenrichtlinien trotzdem wie ein Minenfeld) verzichten.

Enweder installieren sie den flammenden Fuchs* vollständig neu, oder Sie aktivieren über den Netinfo-Manager (der Begriff darf IIRC verwendet werden, da er aus dem BSD-Umfeld übernommen wurde) den root Benutzer und führen das Update über diesen durch.

Oder sie installieren gleich das Betriebsystem in der Version 10.5, dass für Computer mit dem angebissenen Apfel* drauf vorgesehen ist. Also Leo…* - Sie wissen schon. Dort ist das Problem mit dem brennenden Fuchs* nämlich behoben.

Ralph Lehmann * IT-Services

Brauchen Sie einen Virenscanner? - Jein!

Mittwoch, Juli 16th, 2008

Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie der Sinn oder Unsinn von Programmen zur Erkennung und Abwehr schädlicher Software aller Art.

Warum? Das Herangehen an diese Thematik ist pure Ideologie. Wie so vieles im Leben …

Recht haben all jene, die behaupten, dass bei umsichtigem Umgang mit Computern (ggfs. ergänzt durch Maßnahmen, die dem normalen Benutzer - genannt Otto-Normal-User (ONU) -  die eigenmächtige Installation schädlicher Software unmöglich machen) Virenscanner unnötig sind.

Richtig ist auch, dass Programme zur Erkennung und Abwehr schädlicher Software aller Art (Spyware, Adware, Trojaner, Viren etc.) ggfs. selbst angreifbar sind und aus diesem Grund die Sicherheit eines Computersystems sogar vermindern können. Gar nicht zu reden von der so genannten Risikokompensation. (Siehe auch Fahrradhelm, Sicherheitsgurt, Airbag etc.)

Recht haben allerdings auch all jene, die behaupten, dass einige der normalen Benutzer (allein gelassen in ihrem Home-Office oder vor dem Spiele-PC) schlicht nicht in der Lage sind, durch Einsatz des gesunden Menschenverstandes ihren PC sauber zu halten. Denn: Gesunder Menschenverstand reicht hierfür leider oft nicht aus, d.h., ohne eine gewisse Fachkenntnis wird der ehemals glückliche Eigentümer des PC oft nach einiger Zeit zum bloßen Stromlieferanten eines Spam-Bots, der munter einige hundert Viagra-Werbungen/Minute auf die Postfächer anderer Internetianer einprasseln lässt.

Wer hat nun Recht? Näheres dazu finden Sie u.a. auf meiner privaten Homepage dummenfang.info. Ich habe versucht, dort möglichst objektiv, d.h. ohne digitale Gotteskrieger-Allüren ein wenig Licht in den Glaubenskrieg zu werfen. ;-)

Ralph Lehmann * IT-Service

Report München erklärt Phishing

Montag, Juli 14th, 2008

Bloß gut, dass man kalten Kaffee zum Nutzen der Quote immer wieder preiswert aufwärmen kann. Anders lässt es sich jedenfalls nicht erklären, warum Report München die uralte Geschichte vom ahnungslosen Bankkunden, der sorglos und fröhlich seine TANs in gefakte Webformulare eintackert, ein weiteres Mal aufwärmt.

Report deckt auf. Großartig.

Nein, das Thema ist nicht neu. Das Thema ist den meisten Bankkunden auch nicht unbekannt. Aber was soll’s - billig produziert bei akzeptabler Quote ist allemal besser als teuer wirklich Neues selbst recherchiert.

Egal - für alle, die es wissen wollen: Andreas Beck hat dieses Thema schon vor mehreren Jahren gründlich, anschaulich und durchaus unterhaltsam beleuchtet. Zu finden ist sein Beitrag im Usenet unter slrndop13l.c5v.becka-news-nospam-2005-11@xeon.mcs.acs.uni-duesseldorf.de und (geringfügig aufbereitet und kommentiert) unter Die Maus erklärt Phishing

Und jetzt weiter zur Angst vor der Inflation und dem Hosenwurm …

Ralph Lehmann * IT-Service